25.04.2026
International

Int. Tag der Eltern-Kind-Entfremdung

Kinder brauchen beide Seiten - doch nicht immer gelingt es

Der 25. April gilt als „Internationaler Tag der Eltern-Kind-Entfremdung“. Es handelt sich dabei nicht um einen offiziell von Staaten oder grossen internationalen Organisationen anerkannten Gedenktag. Vielmehr wurde er von Betroffeneninitiativen und Aktivisten ins Leben gerufen, um auf ein sensibles und oft verborgenes Thema aufmerksam zu machen.

Für viele Betroffene hat dieser Tag eine besondere Bedeutung.

Er schafft Sichtbarkeit für eine Situation, die für Kinder wie auch für Eltern mit grossem emotionalem Stress verbunden sein kann. Gleichzeitig ist das Thema fachlich umstritten. Begriffe wie „Parental Alienation Syndrome“ werden in der Psychologie und im Familienrecht unterschiedlich bewertet. Während einige Fachleute problematische Dynamiken erkennen, warnen andere vor vereinfachenden Erklärungen komplexer familiärer Konflikte.

Es ist sinnvoll, auf einen solchen Tag aufmerksam zu machen.

Konflikte nach Trennungen spielen sich häufig im privaten Raum ab und bleiben für das Umfeld oft unsichtbar. Wenn ein Kind den Kontakt zu einem Elternteil verliert, geschieht dies nicht selten schleichend. Ein Aktionstag kann dazu beitragen, frühzeitig das Gespräch zu suchen und Unterstützung in Anspruch zu nehmen, bevor sich Konflikte verhärten.

Im Mittelpunkt sollte dabei stets das Wohl des Kindes stehen.

Kinder dürfen nicht in Loyalitätskonflikte geraten, sondern sollen stabile und sichere Beziehungen erleben können, soweit dies in ihrer individuellen Situation möglich ist.

Auch kulturelle Beiträge greifen das Thema auf.

Der mehrfach ausgezeichnete Film „Weil du mir gehörst“ (2019) zeigt eindrücklich, wie sich Entfremdung entwickeln kann und welche Folgen sie für die Betroffenen hat – ohne vorschnelle Schuldzuweisungen. Besonders bemerkenswert: Der Film endet versöhnlich und setzt damit einen hoffnungsvollen Schlusspunkt. Die DVD kann kostenlos bei uns ausgeliehen werden.

Die zentrale Botschaft bleibt dabei klar und eindringlich: Kinder brauchen verlässliche Beziehungen zu beiden Elternteilen – und sollten nicht in Konflikte hineingezogen werden. Oder kurz gesagt:

Stellt das Kind in den Mittelpunkt – nicht den Konflikt.

Männern, Familien und Paaren stehen wir dabei unterstützend zur Seite – auch in einem persönlichen Gespräch oder bei einem guten Kaffee im Männercafé.

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