Herzlich willkommen!

Unser aktuelles Projekt ist der VATERCRASHKURS.

Im Land unterwegs seit November'18 mit Werbung auf dem limefarbenen LIEmobil Bus Nr. 57      :-)

  • Alle Informationen wie Daten, Ziele, Gutscheine und mehr finden sich hier

 

Wir wünschen allen frischgebackenen und werdenden Vätern eine Teilnahme für eine erfolgreiche Balance zwischen Beruf und Familie.

Fragen und Antworten

Wie lange bezahle ich Kindesunterhalt?

Ich bin geschieden und habe drei Kinder. Die älteste Tochter schliesst diesen Sommer ihre Lehre ab. Wie lange muss ich für sie Kindesunterhalt bezahlen?


Grundsätzlich bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit, also bis sie die Lehre abgeschlossen und eine Anstellung gefunden hat. Details findest du unter https://www.maennerfragen.li/Portal/UserFiles/files/eRatgeber/T%20%26%20S%20-%20Vorlagen/15-18%20VfM%20e-R%20TS%204_Unterhalt.pdf
 
Sollte sie eine weitere Ausbildung anschliessen, müsste sie mit dir ausmachen ob und wieviel du ihr direkt bezahlst.
 

Was ist aufzuteilen bei Scheidung?

Währen der Ehe haben wir auf meinem Grundstück ein Haus errichtet, das mit Hypotheken von CHF 400'000.-- belastet war. Ausserdem besteht unser Vermögen aus zwei Sparkonten und zwei Autos. Das Haus soll in meinem Eigentum bleiben. Was ist nun im Rahmen der Scheidung aufzuteilen?

Der Aufteilung unterliegen jene Vermögenswerte, die die Ehepartner während aufrechter Ehe geschaffen haben. Dabei muss es sich um einen Wertzuwachs im Vermögen eines der Ehegatten handeln. Kriterium des Wertzuwachses ist jedenfalls der objektive Wert (Verkehrswert) des Hauses, nach Abzug der noch darauf haftenden Hypotheken. Die Sparkonti sowie die Autos können jeweils einer Seite zugewiesen werden, so dass sich auf beiden Seiten Vermögenswerte gegenüberstehen. Die Differenz soll so aufgeteilt werden, dass eine Ausgleichszahlung zu leisten ist: Die Rechtssprechung betont dabei, dass eine solche nicht mathematisch genau berechnet werden sollte, sondern unter Billigkeitsaspekten mit einem Pauschalbetrag zu bemessen ist.

Schliesslich sei noch erwähnt, dass eine Aufteilung des ehelichen Vermögenszuwachses im Scheidungsverfahren nur dann stattfindet, wenn eine Seite die Aufteilung erfordert.

Sind die Prozentzahlen beim Kindesunterhalt gesetzlich?

Im Zusammenhang mit den Unterhaltszahlungen (Ehegattin & Kinder) werden überall diese Prozentzahlen verwendet. Sind die gesetzlich festgeschrieben? Ich habe nichts gefunden.

Nein, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben. Sie haben sich in der Praxis entwickelt und stellen zumeist eine gute Versorgung der Mutter und Kinder dar. Für den Vater ist die Zahlung der entsprechenden Beträge nicht selten schwierig, da es ihn an die Existenzgrenzen bringen kann. Die Ehegatten können auch ausserhalb dieser Prozentzahlen eine Einigkeit treffen.

Meine ex-Frau lebt mit einem neuen Partner zusammen, muss ich weiterhin zahlen?

Ich habe gehört, dass bei einer Wiederverheiratung die Unterhaltspflicht für die ex-Frau entfällt. Meine wohnt mit unserer gemeinsamen Tochter seit wenigen Monaten bei ihrem neuen Partner. Muss ich in diesem Fall weiterhin den vom Gericht festgelegten Unterhalt zahlen, und wenn nicht, kann ich sofort meine Zahlungen einstellen ?

Bei einer neuen Lebensgemeinschaft erlischt der Unterhalt nicht automatisch wie bei einer Wiederverheiratung. Die Juristen sagen, der Unterhalt „ruht“ und zwar solange, wie die Lebensgemeinschaft besteht. Ob eine Lebensgemeinschaft besteht, ist stets nach den konkreten Umständen zu beurteilen. Wenn die Absicht besteht, die neue Partnerschaft auf Dauer zu führen (eventuell später zu heiraten); die Partner Tisch und Bett teilen und sich auch finanziell unterstützen, ist eine Lebensgemeinschaft anzunehmen. Dann könntest du den Unterhalt sofort stoppen und bei Uneinigkeit den Rechtsweg beschreiten.

Was du auf jeden Fall schon heute machen kannst, ist mit deiner ex-Frau zu sprechen. Stehst du beispielsweise in einem finanziellen Engpass und sie erfährt das, willigt sie vielleicht auch so ein. Ihr könnt beispielsweise auch vereinbaren, dass du die Unterhaltszahlung wieder erhöhst, sollten sie sich wieder trennen.

Was versteht man unter Kindeswohlgefährdung?

Vielen Dank für eure Antwort auf Frage bez. Kindeswohl. Wir lagen gar nicht weit auseinander, eine Bestätigung ist aber immer gut! Nun habe ich eine weitere Frage: Was heisst Kindeswohlgefährdung?

Das freut uns, danke!

 

Es ist in den meisten westlichen Ländern dem Staat nicht gestattet, in das Erziehungsrecht der Eltern einzugreifen. Dies ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich, wie beispielsweise bei der Gefährdung des Kindeswohls. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Auslegung dieser Gefährdung immer bei der Rechtsprechung liegt, da es sich ja beim Kindeswohl um einen unbestimmten Rechtsbegriff handelt. Dies bedeutet in der Praxis, dass individuell geprüft werden muss, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmaß eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegt. Diese ist beispielsweise gegeben, wenn durch Vernachlässigung seitens der Eltern eine seelische oder körperliche Gefährdung des Kindes zu befürchten ist beziehungsweise diese bereits vorliegt.

 

Die Gefährdung des Kindeswohls kann in drei verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

  • Vernachlässigung des Kindes
  • Erziehungsgewalt und Misshandlung
  • Sexuelle Gewaltanwendung

 

Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und der Staat als „Wächter“ hat dafür zu sorgen, dass ihnen dieses Recht auch zugesprochen wird. Wird nun festgestellt, dass eine Gefährdung des Kindeswohls gegeben ist, muss der Staat eingreifen und das betreffende Kind schützen.

 

 

Definition Kindeswohlgefährdung

Eine Kindeswohlgefährdung ist häufig ein Zusammenspiel verschiedener schwieriger und belastender Umstände, die dazu führen, dass ein Kind sich körperlich, psychisch, intellektuell und/oder sozial nicht gesund entwickeln kann. Dies macht deutlich, dass die Frage, wann es sich um eine Kindeswohlgefährdung handelt, nicht einfach zu beantworten ist. Jede Situation einer allfälligen Kindeswohlgefährdung ist mit Beobachtung und Bewertung, mit realen Veränderungsmöglichkeiten und Prognosen verbunden.

 

 

Gesetzesartikel in Liechtenstein

Das Liechtensteinische Kinder- und Jugendgesetz geht unter anderem in nachstehenden Artikeln darauf ein:

 

Art. 20 Meldepflichten

1) Jede Person, die den begründeten Verdacht auf Vorliegen einer schwerwiegenden Verletzung oder Gefährdung des Wohles von Kindern und Jugendlichen oder Kenntnis davon hat, ist verpflichtet, dem Amt für Soziale Dienste Meldung zu erstatten. Schwerwiegende Verletzungen oder Gefährdungen liegen insbesondere bei Misshandlungen und anderen schweren Gewaltanwendungen, sexuellem Missbrauch, grober Vernachlässigung, drohender Zwangsverheiratung, Verwahrlosung und Suchtmittelabhängigkeit vor.

2) Wer den begründeten Verdacht auf Vorliegen einer weniger schwerwiegenden Verletzung oder Gefährdung des Wohles von Kindern und Jugendlichen oder Kenntnis davon hat, ist zur Meldung an das Amt für Soziale Dienste berechtigt.

 

Art. 21 Abklärungen

1) Erhält das Amt für Soziale Dienste eine Meldung nach Art. 20 oder sonst Kenntnis von der Verletzung oder Gefährdung des Wohles von Kindern und Jugendlichen, so führt es die für deren Beurteilung notwendigen Abklärungen durch oder lässt entsprechende Abklärungen durchführen.

2) Die in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Kinder- und Jugendarbeit tätigen Personen, Lehrpersonen, Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sowie Angehörige von Berufen des Gesundheitswesens haben bei der Aufklärung, ob eine Verletzung oder Gefährdung des Wohles von Kindern und Jugendlichen vorliegt und bei der Abklärung, ob Handlungsbedarf besteht mitzuwirken und das Amt für Soziale Dienste mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung zu unterstützen

 

Art. 23 Hilfen und weitere Massnahmen

1) Ist das Wohl von Kindern und Jugendlichen verletzt oder gefährdet, leistet das Amt für Soziale Dienste selbst oder veranlasst die erforderlichen Hilfen nach Abschnitt B. Eine angemessene Hilfeleistung kann in Absprache mit dem Amt für Soziale Dienste durch geeignete Dritte, insbesondere durch in Art. 21 Abs. 2 genannte Personen, die ein persönliches Vertrauensverhältnis zu den betroffenen Kindern und Jugendlichen haben, erbracht werden.

4) Eine behördliche Massnahme endet, wenn ihr Zweck erreicht ist oder wenn der Zweck auf eine andere Weise sichergestellt werden kann. Die behördliche Massnahme endet jedenfalls, wenn der betroffene junge Mensch das 18. Lebensjahr vollendet hat.

 

Art. 24 Weisungen und Auflagen

1) Bei Gefährdung des Wohles von Kindern und Jugendlichen kann das Amt für Soziale Dienste Kindern und Jugendlichen sowie den Erziehungsberechtigten Weisungen und Auflagen erteilen.

3) Es kann die Erziehungsberechtigten insbesondere anweisen:

a) für eine geregelte Betreuung und Erziehung zu sorgen;

b) bestimmte professionelle Hilfen für ihre Kinder und Jugendlichen in Anspruch zu nehmen oder zuzulassen, insbesondere eine pädagogische, psychologische oder ärztliche Beratung, Behandlung oder Kontrolle;

c) sich selbst einer bestimmten psychologischen oder ärztlichen Untersuchung, Behandlung oder Therapie zu unterziehen, einschliesslich Massnahmen zur Kontrolle und zur Abstinenzsicherung bei Suchterkrankungen.

4) Weigert sich eine erziehungsberechtigte Person eine Weisung oder Auflage zu befolgen und bleibt die Gefährdung des Wohles des Kindes, der Jugendlichen oder des Jugendlichen bestehen, so beantragt das Amt für Soziale Dienste beim Landgericht, ebendiese Massnahme im Rechtsfürsorgeverfahren gerichtlich zu verfügen. Das Landgericht kann das Amt für Soziale Dienste mit der Überwachung der Einhaltung der Weisung oder Auflage beauftragen.

 

Quellen

Juraforum - Kindeswohl

Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion Bern

www.gesetze.li

Meine Frau will nicht mehr mit mir schlafen

Ich bin verheiratet und wir haben erwachsene Kinder. Meine Frau will schon seit einiger Zeit kaum mehr mit mir schlafen. Sie findet, das sei doch was für Jüngere und wir hätten doch auch Sex. Für mich ist Sexualität wichtig und einer der zentralen Punkte einer Partnerschaft. Selbstbefriedigung mache ich regelmässig. Vor drei Wochen war ich auf einem Fest und habe anschliessend mit einer anderen Frau geschlafen. Den Sex habe ich sehr genossen, das schlechte Gewissen danach nicht. Ich liebe meine Frau und will sie auch nicht verlieren. Ich möchte aber auch sexuell aktiv sein. Was soll ich tun?

Veränderungen in der Sexualität sind normal im Zusammenhang mit den verschiedenen Lebens- und Partnerschaftsphasen (zB. Schwangerschaft, Krankheit, Wechseljahre, …) In dieser Herausforderung finden sich viele langjährige Paare wieder und ihr solltet das gemeinsam angehen. Sprecht offen miteinander, formuliert eure auch unterschiedlichen Bedürfnisse und sucht Lösungen. Macht beispielsweise ein brainstorming und notiert mal alle Vorschläge, ohne sie gleich zu bewerten. Sucht dann jene heraus, die allenfalls vorstellbar wären und entwickelt sie zusammen weiter. Schafft stressless-Zonen. Unternehmt mehr zusammen, fahrt weg und lasst den Körper und die Seele baumeln.

Wenn ihr spürt, dass ihr nicht weiterkommt, gönnt euch eine Tankstelle für eure Beziehung. Dies könnte eine Paar- oder Sexualberatung sein. Schaut mal in unsere Seiten Beratungsstellen oder Literatur nach, gern geben wir euch auch Empfehlungen.

Meine Frau und ich sind uns in wesentlichen Erziehungsfragen uneinig

Hallo

Meine Frau und ich können uns über wesentliche Erziehungsfragen für unsere gemeinsame Tochter (11) nicht einigen. Sie pusht sie immer mehr, um aus ihr eine „Eliteschülerin“ zu machen. ich bin da etwas skeptischer, weil ich befürchte, dass unsere Tochter überfordert wird. Mir wird vorgeworfen, ich gefährde mit meiner Einstellung die beruflichen Aussichten des Kindes. Wer gefährdet hier das Kindeswohl?

Richtig ist, dass der Kindeswohlbegriff neben einer sorgfältigen Erziehung auch die Förderung von Anlagen, Fähigkeiten und Entwicklungspotenzialen umfasst. Gleichwohl kann übertriebene Fürsorge oder Leistungsdenken zu einer Überforderungssituation führen, die dem Kind nicht guttut. Wann diese Grenze erreicht ist, sollte man genau im Auge behalten. In diesem Zusammenhang bedeutet Kindeswohl auch, dass die Meinung des Kindes, seine Wünsche und Grenzen berücksichtigt werden, d.h. Ihr solltet beide eurer Tochter zuhören und dann entscheiden.

 

Diese Fragen geben wir euch noch mit auf den Weg:

  • Welches sind denn die wesentlichen Erziehungsfragen, bei denen ihr uneins seid?
  • Wo gäbe es win-win- und wo Kompromisslösungen?
  • Steht ihr diesbezüglich in Kontakt mit der Klassenlehrperson, Schulsozialarbeit oder weiteren Fachpersonen?

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