Herzlich willkommen!

Herzlichen Dank dem WINGERTESEL und dem Fussballclub Schaan :) !!!

Anlässlich dem 11.11.2019 überreichten drei "Wingertesel" MitgestalterInnen dem Vorstand des Vereines für Männerfragen eine Spende in Höhe von CHF 1'111. Wir danken den drei Frauen, dem gesamten Wingertesel-Team und dem FC Schaan sehr für diesen finanziellen Beitrag und die damit verbundene öffentliche Wertschätzung!

Fragen und Antworten

Betreuungsanteil und möglicher Abzug

Ich betreue die Kinder alle zwei Wochen von Freitag 18h - Montag 8h, dann bringe ich sie zur Schule. Alle zwei Wochen hole ich sie zusätzlich an einem Wochentag um 15h von der Schule ab, sie übernachten bei mir und ich bringe sie am darauffolgenden Tag wieder zur Schule. Zusätzlich verbringen meine Kinder und ich drei Wochen Ferien pro Jahr.

 

Wie gross ist in etwa mein Betreuungsanteil? Und wieviele Prozente darf ich für meine Frau abziehen, die nur 6h/Woche arbeitet, da sie unser gemeinsames Kind betreut? Sind das 2%?

Erst wenn deine Kontakte deutlich über der üblichen Betreuungszeit liegen (als wie sie im klassischen Residenzmodell bestehen) kann ein Abzug angedacht werden. In deinem Fall liegt der Betreuungsumfang - wie von dir mitgeteilt - noch in diesem üblichen Bereich, der auch ca. vier Ferienwochen Ferien inkludiert. Erst ab einem zusätzlichen wöchentlichen  Betreuungstag und weiterer Urlaubszeit wäre nach ständiger (österreichischer) Judikatur ein Abzug von mindestens zehn Prozent gerechtfertigt. In Liechtenstein gibt es bis anhin keine gefestigte Grundlage für den Prozentabzug.

 

Meines Erachtens wäre der von dir beabsichtigte Abzug von zwei Prozenten angemessen. Solange es dafür aber keine Einigung mit der ex-Frau gibt, ist er vor Gericht kaum durchsetzbar - da die Betreuungszeiten eben im üblichen Bereich liegen. Daher solltest du mit deiner ex-Frau sprechen und schauen, ob ihr den Kindesunterhalt neu aushandeln könnt.

Ex-Partnerin lässt den Kontakt zum Kind nicht zu

Meine ex-Partnerin – wir waren nicht verheiratet – ist seit einem Jahr in die Schweiz gezogen und hat das alleinige Sorgerecht für unseren 2-jährigen Sohn. Leider verweigert sie eine schriftliche fixe Kontaktregelung und lässt mich den Kleinen nur hin und wieder sehen. Einen Besuch bei mir in unserer früheren Wohnung lehnt sie komplett ab, da es das Kind nur „irritieren“ würde. Was kann ich in diesem Fall tun?

Das Kind braucht für seine natürliche Entwicklung beide Elternteile. Das Kontaktrecht ist ein Grundrecht der Eltern-Kind-Beziehung. Wo es nicht ausgeübt wird bzw. nicht werden kann, wird es früher oder später zu einer Entfremdung führen. Die blosse Befürchtung einer Irritation reicht nicht aus, um den Kontakt zu versagen. Sollte sie in diesem Punkt dir als Vater nicht entgegenkommen, solltest du die zuständigen Behörden einschalten (die Gerichte, in der Schweiz ist in solchen Fällen eine spezielle Kinderschutzbehörde, das KESB zuständig).

Was ist aufzuteilen bei Scheidung?

Währen der Ehe haben wir auf meinem Grundstück ein Haus errichtet, das mit Hypotheken von CHF 400'000.-- belastet war. Ausserdem besteht unser Vermögen aus zwei Sparkonten und zwei Autos. Das Haus soll in meinem Eigentum bleiben. Was ist nun im Rahmen der Scheidung aufzuteilen?

Der Aufteilung unterliegen jene Vermögenswerte, die die Ehepartner während aufrechter Ehe geschaffen haben. Dabei muss es sich um einen Wertzuwachs im Vermögen eines der Ehegatten handeln. Kriterium des Wertzuwachses ist jedenfalls der objektive Wert (Verkehrswert) des Hauses, nach Abzug der noch darauf haftenden Hypotheken. Die Sparkonti sowie die Autos können jeweils einer Seite zugewiesen werden, so dass sich auf beiden Seiten Vermögenswerte gegenüberstehen. Die Differenz soll so aufgeteilt werden, dass eine Ausgleichszahlung zu leisten ist: Die Rechtssprechung betont dabei, dass eine solche nicht mathematisch genau berechnet werden sollte, sondern unter Billigkeitsaspekten mit einem Pauschalbetrag zu bemessen ist.

Schliesslich sei noch erwähnt, dass eine Aufteilung des ehelichen Vermögenszuwachses im Scheidungsverfahren nur dann stattfindet, wenn eine Seite die Aufteilung erfordert.

Prozess gewonnen, muss ich trotzdem den Anwalt bezahlen?

Mein Anwalt hat mich erfolgreich in einem Unterhaltsprozess gegen meine ex-Frau vertreten und wir haben in zwei Instanzen gewonnen. Sie wurde zur Bezahlung sämtlicher Anwalts- und Gerichtskosten, also auch der Kosten meines Anwalts, verpflichtet. Nun fordert mein Anwalt einige Monate nach Prozessende seine Kosten mit der Begründung, dass diese bei meiner ex-Frau nicht einbringlich zu machen sind.

Kann er das?

Aufgrund des bestehenden Mandatsverhältnisses mit dem eigenen Klienten ist der Rechtsanwalt berechtigt, das angemessene Honorar vom Klienten zu fordern, auch wenn er den Prozess zur Gänze gewonnen („obsiegt“) hat und der Prozessgegner durch Urteil zur Zahlung verpflichtet wurde, aber nicht zahlungsfähig ist. Daher sollte man, bevor man einen Prozess startet, auch dieses Kostenrisiko stets berücksichtigen und den beauftragten Anwalt ohne Scheu dazu befragen.

Sind die Prozentzahlen beim Unterhalt gesetzlich festgeschrieben?

Im Zusammenhang mit den Unterhaltszahlungen (Ehegattin & Kinder) werden überall diese Prozentzahlen verwendet. Sind die gesetzlich festgeschrieben? Ich habe nichts gefunden.

Nein, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben. Sie haben sich in der Praxis entwickelt und stellen zumeist eine gute Versorgung der Mutter und Kinder dar. Für den Vater ist die Zahlung der entsprechenden Beträge nicht selten schwierig, da es ihn an die Existenzgrenzen bringen kann. Die Ehegatten können auch ausserhalb dieser Prozentzahlen eine Einigkeit treffen.

Kindergeld – wer erhält es bei der Gemeinsamen Obsorge?

Meine Frau und ich wollen uns scheiden lassen. Wir können noch  gut miteinander reden und haben uns schon in allen wesentlichen Punkten geeinigt. Wir haben uns entschieden, unseren 10-jährigen Sohn abwechselnd zu betreuen und zwar so, dass er die Hälfte der Woche bei mir, die andere Hälfte bei meiner Frau wohnt. Wer erhält bei dieser Lösung das Kindergeld?

Bei dem angesprochenen gleichgewichtigen Wechselmodell  stellt sich in der Tat diese Frage. Die Familienausgleichskasse (FAK) zahlt die Kinderzulage demjenigen aus, bei dem es gemeldet ist. Es muss also ein offizieller Wohnsitz benannt werden. Zugleich erhält derjenige, der das Kind an seinem offiziellen Wohnort betreut, auf Antrag auch eine Alleinerziehenden-Zulage. Im Falle eines 50/50-Betreuungsmodelles geht das dann zulasten des anderen Teils, der die Zulagen nicht erhält. Hier solltet ihr das Gespräch suchen und eine angemessene interne Lösung finden.

Seit meine Frau in Beratung war, kann ich nicht mehr mit ihr sprechen.

Ich bin ca. 50 Jahre alt und wir sind seit 22 Jahren verheiratet. Nach den gemeinsamen Kinderjahren (3 Kinder im Alter von 15, 17, 20) haben wir uns als Paar auseinandergelebt und nicht mehr zusammengefunden. Meine Frau hat – wie ich vermute – einen Freund und will sich von mir trennen. Sie war nun vor drei Wochen in Beratung um sich über ihre Situation und Möglichkeiten zu informieren. Vor drei Tagen legte sie mir eine Trennungsvereinbarung vor, welche ich unterschreiben soll. Darin festgelegt sind beispielsweise die Unterhaltszahlungen, ein 14-tägiges Besuchsrecht für mich und meine minderjährigen Kinder und der Satz, dass ich gleich auszuziehen habe aus unserem Haus. Reden will sie mit mir dann wieder, wenn ich unterschrieben habe. Früher war sie offener …

 

Ich fühle mich einfach sch… und weiss nicht, was ich tun soll. Ich hoffe, ihr habt einen brauchbaren Rat.

Du solltest nichts unterschreiben, was du nicht zuerst geprüft hast. Wir empfehlen dir einen persönlichen Beratungstermin bei uns und am besten zusammen mit deiner Frau. Eine Alternative oder Vorstufe wäre eine Einzelberatung bei uns für dich.

 

In der Paarberatung würden wir euch in eurer Elternrolle stärken und euren Fokus auf eine gute Lösung ausrichten, welche allen dient und gerecht wird.

 

In der Einzelberatung würden wir mit dir die Trennungsvereinbarung durchschauen und mögliche Vorgehensweisen mit dir prüfen.

 

Wichtig: Deine Frau ist dir voraus, es gibt bei beiden Verletzungen, schau auf dich & die Familie (was immer das heisst) sowie die Zukunft. Erkenne die Chancen, die sich dir bieten.

Nächste Veranstaltungen

04.–18.04.2020 Die Apachenreise

USA

06.–07.06.2020 Mann sein - Konferenz

10.30 Uhr, Berlin,

10.–14.06.2020 Männer-Initiationsriten

12.00 Uhr, Oberösterreich

News

Scheidung als Risikofaktor für Existenz

Unter dem Titel "Scheidung als Risikofaktor für Existenz" erschien am 20. Januar ein Interview mit unserem Vorstandsmitglied Nicolaus Ruther im Liechtensteiner Vaterland.

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Newsletter 2019-3 November

Am 12. November 2019 erschien unser dritter Newsletter in diesem Jahr. Du findest ihn - wie alle früheren - hier auf der der Homepage unter News > Newsletter. - Zum Direktlink >

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