Herzlich willkommen!

Unser aktuelles Projekt ist der VATERCRASHKURS.

Im Land unterwegs seit November'18 mit Werbung auf dem limefarbenen LIEmobil Bus Nr. 57      :-)

  • Alle Informationen wie Daten, Ziele, Gutscheine und mehr finden sich hier

 

Wir wünschen allen frischgebackenen und werdenden Vätern eine Teilnahme für eine erfolgreiche Balance zwischen Beruf und Familie.

Fragen und Antworten

Was ist aufzuteilen bei Scheidung?

Währen der Ehe haben wir auf meinem Grundstück ein Haus errichtet, das mit Hypotheken von CHF 400'000.-- belastet war. Ausserdem besteht unser Vermögen aus zwei Sparkonten und zwei Autos. Das Haus soll in meinem Eigentum bleiben. Was ist nun im Rahmen der Scheidung aufzuteilen?

Der Aufteilung unterliegen jene Vermögenswerte, die die Ehepartner während aufrechter Ehe geschaffen haben. Dabei muss es sich um einen Wertzuwachs im Vermögen eines der Ehegatten handeln. Kriterium des Wertzuwachses ist jedenfalls der objektive Wert (Verkehrswert) des Hauses, nach Abzug der noch darauf haftenden Hypotheken. Die Sparkonti sowie die Autos können jeweils einer Seite zugewiesen werden, so dass sich auf beiden Seiten Vermögenswerte gegenüberstehen. Die Differenz soll so aufgeteilt werden, dass eine Ausgleichszahlung zu leisten ist: Die Rechtssprechung betont dabei, dass eine solche nicht mathematisch genau berechnet werden sollte, sondern unter Billigkeitsaspekten mit einem Pauschalbetrag zu bemessen ist.

Schliesslich sei noch erwähnt, dass eine Aufteilung des ehelichen Vermögenszuwachses im Scheidungsverfahren nur dann stattfindet, wenn eine Seite die Aufteilung erfordert.

Hälfte des Vermögens aufteilen bei einer Scheidung?

Meine Frau will sich nach zwölf Ehejahren von mir scheiden lassen. Sie verlangt die Hälfte meines Vermögens. Ich besitze eine Eigentumswohnung, die wir bisher gemeinsam bewohnt haben. Eine darin befindliche Einliegerwohnung ist seit Jahren vermietet. Auf Unterhaltszahlungen würde sie verzichten, da sie selbst 100 % arbeitet und nicht schlecht verdient. Sie verlangt von mir, ich solle ihr alle Bank- und sonstigen Unterlagen zeigen, um eine Aufteilung des Vermögens vornehmen zu können.  Soll ich darauf eingehen?

Was die Auskünfte betrifft, musst du tatsächlich „die Hosen runter lassen“. Jeder Ehegatte – wie auch Ehegattin - ist verpflichtet, den anderen über seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse zu informieren. Von einer Verschleierung ist dringend abzuraten. Je rascher die Verhältnisse geklärt sind, umso besser. Allerdings musst du nicht einfach die Hälfte deines Vermögens abgeben, sondern es sind - auch bei vererbtem oder geschenktem Eigengut – nur die Erträgnisse aus deinem Eigengut, das sind in deinem Fall die Mieterträgnisse der Einliegerwohnung, die zu eurem Vermögenszuwachs zählen. Ausserhalb des Eigenguts sind alle während eurer Ehe erzielten Zuwächse aus Vermögen aufzuteilen.

 

Hier wäre es sinnvoll, euch zu einigen und euch Gedanken zu machen, wer in der bisherigen Ehewohnung verbleibt.  Auseinandersetzungen vor Gericht über vermögensrechtliche Ansprüche können nämlich sehr kostspielig werden, insbesondere dann, wenn Anwälte über hohe Streitwerte verhandeln.

Prozess gewonnen, muss ich trotzdem den Anwalt bezahlen?

Mein Anwalt hat mich erfolgreich in einem Unterhaltsprozess gegen meine ex-Frau vertreten und wir haben in zwei Instanzen gewonnen. Sie wurde zur Bezahlung sämtlicher Anwalts- und Gerichtskosten, also auch der Kosten meines Anwalts, verpflichtet. Nun fordert mein Anwalt einige Monate nach Prozessende seine Kosten mit der Begründung, dass diese bei meiner ex-Frau nicht einbringlich zu machen sind.

Kann er das?

Aufgrund des bestehenden Mandatsverhältnisses mit dem eigenen Klienten ist der Rechtsanwalt berechtigt, das angemessene Honorar vom Klienten zu fordern, auch wenn er den Prozess zur Gänze gewonnen („obsiegt“) hat und der Prozessgegner durch Urteil zur Zahlung verpflichtet wurde, aber nicht zahlungsfähig ist. Daher sollte man, bevor man einen Prozess startet, auch dieses Kostenrisiko stets berücksichtigen und den beauftragten Anwalt ohne Scheu dazu befragen.

Sind die Prozentzahlen beim Unterhalt gesetzlich festgeschrieben?

Im Zusammenhang mit den Unterhaltszahlungen (Ehegattin & Kinder) werden überall diese Prozentzahlen verwendet. Sind die gesetzlich festgeschrieben? Ich habe nichts gefunden.

Nein, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben. Sie haben sich in der Praxis entwickelt und stellen zumeist eine gute Versorgung der Mutter und Kinder dar. Für den Vater ist die Zahlung der entsprechenden Beträge nicht selten schwierig, da es ihn an die Existenzgrenzen bringen kann. Die Ehegatten können auch ausserhalb dieser Prozentzahlen eine Einigkeit treffen.

Freundin schwanger, bin ich der Vater?

Ich (25) war in einer Beziehung, die nur 4 Monate gedauert hat. Meine ex-Freundin sagt, sie sei schwanger von mir. Sie fordert mich auf, die Vaterschaft anzuerkennen und Unterhalt zu zahlen. Da ich nicht sicher bin, ob ich wirklich der Vater bin, möchte ich diese Frage vorher geklärt haben. Wie soll ich am besten vorgehen?

Nach dem Gesetz wird derjenige als Vater vermutet, wer mit der Mutter in der Zeit zwischen dem 300. und 180. Tag vor der Geburt Verkehr hatte. Diese Vermutung kann einerseits durch einen Vaterschaftstest widerlegt oder durch den Beweis entkräftet werden, dass die Vaterschaft eines anderen Mannes wahrscheinlicher ist. Ratsam ist, das Gespräch mit der Mutter zu suchen, um gemeinsam einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen. Ist sie nicht damit einverstanden, solltest du zuwarten. Sie könnte dann (als gesetzliche Vertreterin des Kindes) auf Feststellung der Vaterschaft vor Gericht klagen.

Studiumswechsel, muss ich das finanzieren?

Mein 22-jähriger Sohn studiert im dritten Semester Medizin, möchte jetzt aber wechseln, um Biologie zu studieren und später Lehrer werden. Muss ich diesen Wechsel so hinnehmen und auch über das 25. Lebensjahr hinaus das neue Studium ganz bezahlen?

Es gibt keine gesetzliche Begrenzung der Unterhaltspflicht auf das 25. Lebensjahr. So wie die Dinge hier liegen, hat dein Sohn offenbar noch relativ früh erkannt, dass ihm Medizin nicht liegt und ernsthaft beschlossen, die Studienrichtung zu wechseln. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass das neue Studium mit entsprechendem Einsatz begonnen und erfolgreich betrieben wird. Wenn die Eltern wirtschaftlich dazu in der Lage sind und der Studienwechsel eine sinnvolle Perspektive für die berufliche Zukunft  des Kindes bietet, haben sie das Studium auch über die volle Länge weiter zu finanzieren. Allerdings können sie vom Kind einen Eigenbeitrag verlangen, soweit dies zumutbar ist. Beispielsweise durch Ferial-Jobs.

Meine Frau und ich sind uns in wesentlichen Erziehungsfragen uneinig

Hallo

Meine Frau und ich können uns über wesentliche Erziehungsfragen für unsere gemeinsame Tochter (11) nicht einigen. Sie pusht sie immer mehr, um aus ihr eine „Eliteschülerin“ zu machen. ich bin da etwas skeptischer, weil ich befürchte, dass unsere Tochter überfordert wird. Mir wird vorgeworfen, ich gefährde mit meiner Einstellung die beruflichen Aussichten des Kindes. Wer gefährdet hier das Kindeswohl?

Richtig ist, dass der Kindeswohlbegriff neben einer sorgfältigen Erziehung auch die Förderung von Anlagen, Fähigkeiten und Entwicklungspotenzialen umfasst. Gleichwohl kann übertriebene Fürsorge oder Leistungsdenken zu einer Überforderungssituation führen, die dem Kind nicht guttut. Wann diese Grenze erreicht ist, sollte man genau im Auge behalten. In diesem Zusammenhang bedeutet Kindeswohl auch, dass die Meinung des Kindes, seine Wünsche und Grenzen berücksichtigt werden, d.h. Ihr solltet beide eurer Tochter zuhören und dann entscheiden.

 

Diese Fragen geben wir euch noch mit auf den Weg:

  • Welches sind denn die wesentlichen Erziehungsfragen, bei denen ihr uneins seid?
  • Wo gäbe es win-win- und wo Kompromisslösungen?
  • Steht ihr diesbezüglich in Kontakt mit der Klassenlehrperson, Schulsozialarbeit oder weiteren Fachpersonen?

Nächste Veranstaltungen

25.06.2019 Vatercrashkurs LI - Abend 2

17.30 Uhr, Schaan, Fachstelle Männerfragen, Feldkircherstrasse 50

News

Newsletter 2019-1 April

Am 14. April 2019 erschien unser erster Newsletter in diesem Jahr. Du findest ihn - wie alle Früheren - hier auf der der Homepage unter News > Newsletter. - Zum Direktlink >

weiter

Wettbewerb - Vatercrashkurs

Wir verlosen zwei kostenlose Plätze für gewordene oder werdende Väter bei unserem nächsten Kurs.

weiter

Newsletter an-/abmelden

Hinweis zur Datenschutzerklärung des Vereins für Männerfragen und der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten.


Verein für Männerfragen Gewinner 2015 Chancengleichheitspreis der Regierung des Fürstentums Liechtenstein


Männerfragen wird unterstützt von

neuland visuelle gestaltung

li-life edv+internet

CREaKTIV Balzers