Herzlich willkommen!

Der Verein für Männerfragen wurde gegründet, um den Anliegen von Vätern/Männern und deren Familien in Liechtenstein ein grösseres Gewicht zu geben. Im Kontext von Scheidung/Trennung sollen die Interessen aller Betroffenen wieder mehr Berücksichtigung finden, das Pendel zur Mitte hin rücken. Wenn das afrikanische Sprichwort «Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf» stimmt, dann braucht dieses Kind im mindesten beide Elternteile. Dafür setzen wir uns ein - auch mit dieser neuen Homepage.

 

«Ich bin ok, du bist ok» ein Leitsatz aus der Transaktionsanyalse ist auch uns wichtig. Beratung wie auch elterliche Verantwortung hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Entsprechend ziehen wir hier das vertrauliche «Du» dem distanzierten «Sie» vor.

 

Wir wünschen dir, dass sie dir hilfreich ist. Falls etwas fehlt, lass uns dies bitte wissen.

Fragen und Antworten

Welche Bedeutung haben Grosseltern für ihre Enkel bei Trennung der Eltern?

Mein Mann und ich wollen uns trennen. Wir selbst wohnen im Lande und bleiben auch hier. Unsere Eltern wohnen je cirka 50km entfernt in der Schweiz bzw. im Vorarlberg.

Unsere beiden Kinder, sechs und acht Jahre alt, werden vier Tage die Woche bei mir sein und drei bei ihrem Vater. Bisher waren sie jedes erste Wochenende im Monat bei ihren Grosseltern. an den ungeraden Monaten bei meinen Eltern in der Schweiz, bei den geraden bei jenen ihres Vaters. Das gab auch uns Eltern etwas Zeit für uns, leider aber wohl nicht ausreichend. Na ja, das ist ein anderes Thema.

 

Im Moment ist die Kommunikation zwischen meinem Mann und mir eher schwierig. Wir möchten aber beide, dass unsere Kinder den Kontakt zu ihren Grosseltern behalten. Unsere Fragen an euch:

 

Wie machen wir das am besten?

Welche Bedeutung haben Grosseltern für ihre Enkel bei Trennung der Eltern?

Vielen Dank für eure Sorgsamkeit im Umgang mit euren Kindern und Eltern bei eurer Trennung als Paar sowie die wirklich spannende Frage an uns.

 

Zu a) Ihr macht das am besten, indem ihr den bisherigen Weg der Sorgsamkeit & Achtsamkeit so weiter geht. Auch wenn die Kommunikation als Paar derzeit schwierig ist, es lohnt sich dranzubleiben und den gemeinsamen Fokus immer wieder auf das Kindeswohl zu richten. Überlasst das erste Wochenende im Monat also weiterhin den Grosseltern. Gerade in der jetzigen Zeit wird das euch allen helfen. Wichtig scheint uns, dass ihr euch beim Bringen und holen der Kinder Zeit für diese und eure Eltern nehmt, wichtiges austauscht und immer im Bewusstsein behaltet „Zusammen schaffen wir das!“

 

Zu b) Grosseltern sind wichtig für ihre Enkel … und umgekehrt; gerade in der Phase der Elterntrennung.  In den ersten Jahren wird die Basis für die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln gelegt. In dieser Phase sind Oma und Opa meist vertraute Bezugspersonen. Dies ist für eure Kinder der Fall, schön!

 

 

 

Quellen

Großeltern und Enkel: Was für eine gute Beziehung wichtig ist

Verschuldet, wie komme ich da raus?!

Ich bin 44 und gerade von meiner Frau getrennt. Mein Problem ist: Seit mehreren Monaten arbeitslos, wachsen mir die Schulden jetzt über den Kopf, zweimal stand schon der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Ich habe Angst, dass ich auch noch für die unbezahlten Rechnungen meiner Frau geradestehen muss. Das Ganze nimmt mich auch gesundheitlich mit.

Zunächst solltest du durch einen Profi klären lassen, ob die Forderungen, die bei dir durchgesetzt werden sollen, auch rechtlich wirklich Bestand haben oder ob allenfalls Rechtsmittel in Frage kommen. Im Rahmen einer Schuldenberatung oder eines Coachings bei uns können wir Wege finden, dir die Situation zu erleichtern. Ziel muss die Sanierung deiner Schulden sein, etwa durch einen realistischen Schuldenregulierungsplan, der sehr differenziert nach Forderung und Gläubiger ausgelegt ist. Du kannst gerne mit uns einen Termin vereinbaren oder dich bez. des Themas Schulden direkt an die Hand in Hand Stiftung in Balzers wenden; www.handinhand.li.

 

Für Schulden deiner Frau haftest du grundsätzlich nicht, es sei denn, dass sich beide Partner (solidarisch) verpflichtet haben, zB bei Kreditverträgen. Wichtig ist, dass du etwas unternimmst!

Reduktion des Kinderunterhaltes möglich?

Ich zahle monatlich Unterhalt für meine beiden Kinder. Wenn diese nun in den Sommerferien, Herbstferien etc. auf Wochenbasis bei mir sind (zB. zwei komplette Wochen im Sommer), darf ich dann den Betrag halbieren resp. ist das gängige Praxis?

Die entscheidende Frage ist, ob die Betreuung des Kindes über das übliche Kontaktecht hinaus erfolgt oder nicht. Üblich ist ein Kontakt von zwei Tagen alle zwei Wochen und vier Ferienwochen, gesamthaft etwa 80 Tage pro Jahr. Wird diese Betreuungszeit überschritten, ist eine Reduktion des Geldunterhaltes gerechtfertigt und zwar mindestens in Höhe von zehn Prozent pro zusätzlichem - über das übliche Mass hinausgehende - wöchentlichem Betreuungstag.

 

In deinem Fall scheint mir, gemäss den mir vorliegenden Angaben, eine Reduktion nicht möglich, das heisst nicht auf dem Rechtsweg durchsetzbar. Ich rate dir, gemeinsam mit der Kindesmutter eine neue Lösung zu verhandeln, bei der ihr eine ausgedehntere Betreuungszeit - mit entsprechenden Konsequenzen für die Unterhaltszahlung – vereinbaren könnt.

Mediation vor Scheidung sinnvoll?

Wir überlegen uns zu trennen, möchten aber nicht sofort eine Scheidung einreichen. Viele Fragen wie Vermögen oder Betreuung unserer Kinder sind noch ungeklärt. Was spricht für eine Mediation und was kostet sie?

Eine Mediation hilft auf jeden Fall, eine Konfliktsituation zu entschärfen. Sind viele rechtliche Aspekte zu klären, sollte vorher eine qualifizierte Rechtsberatung stattfinden. Wir bieten euch eine solche gerne kostenlos an.

 

Mit Hilfe einer qualifizierten Fachperson in Mediation können praxisnahe und ausbalancierte Lösungen entwickelt werden, um alte Streitmuster abzustellen und neue Denkmuster und Sichtweisen zu finden. Neben der Konfliktklärung soll die Mediation mit ihren Methoden darauf hinwirken, eure Kommunikationsfähigkeiten auszubauen, was letztlich auch euren Kindern zugute kommt.

 

Die Kosten sind im Vergleich zu den Kosten bei einer Auseinandersetzung vor Gericht bescheiden. Je nach Qualifikation der Fachperson ist mit einem Stundensatz von CHF 150.- bis CHF 400.- zu rechnen.

 

Wir können euch auch eine kostengünstigere zu CHF 80.- vermitteln. In einem unverbindlichen und kostenlosen Erstgespräch könnten wir abklären, ob für eure spezifische Interessenslage eine Mediation geeignet ist.

Kann eine Anwaltsvollmacht entzogen werden?

Ich habe im Scheidungsverfahren einen Anwalt beauftragt, bin aber nicht zufrieden mit seiner Vertretung. Kann ich ihm einfach so die Vollmacht entziehen und den Anwalt wechseln?

Wenn du als Klient mit der Leistung des Anwalts nicht zufrieden bist, kann ihm die Vollmacht entzogen werden. Das solltest du am besten schriftlich mitteilen. Er darf dann nicht mehr für dich einschreiten und muss dem Gericht gegenüber die Beendigung des Mandats bekanntgeben.

 

Es ist das gute Recht eines Klienten, wenn das Vertrauen in den Anwalt verloren geht oder die «Chemie» einfach nicht stimmt, einen Wechsel vorzunehmen.

Eltern-Entfremdungssyndrom – was ist das?

Letzthin sassen wir in einer Gruppe zusammen und diskutierten Probleme nach einer Scheidung. Ein Freund berichtete, dass seine Kinder ihm entfremdet würden und dass es dazu sogar den Begriff „Elternentfremdungssyndrom“ gäbe. Wisst ihr da mehr dazu?

Ja, das gibt es tatsächlich … und leider auch bei uns in Liechtenstein. Der Begriff Eltern-Entfremdungssyndrom entstammt dem englischen Parental Alienation Syndrome, abgekürzt PAS.

 

Nach der elterlichen Trennung kann es in unglücklichen Fällen zu einer Entfremdung zwischen einem Elternteil und seinem Kind kommen. Diese Entfremdung wird als elterliches Entfremdungssyndrom bzw. Parental Alienation Syndrome (PAS) bezeichnet. Der amerikanische Kinderpsychiater Richard Gardner beschrieb bereits 1985 diese kindliche Störung: Das Kind hat ein so negatives Bild von einem Elternteil, dass es ihn dauerhaft und zu Unrecht abwertet und beleidigt. Die Gründe hierfür können unterschiedlich sein.

 

Symptome des elterlichen Entfremdungssyndroms

Im Rahmen von Sorgerechtsstreitigkeiten kann laut Gardner der betreuende Elternteil bewusst oder unbewusst so negativ auf das Kind einwirken, dass PAS entstehen kann. Daneben hat das Kind den Wunsch, den anderen Elternteil herabzusetzen. Das elterliche Entfremdungssyndrom äußert sich in diesen acht Symptomen: Das Kind hasst einen Elternteil und wertet ihn sowie dessen Familie und Freunde ab. Es hat keine Schuldgefühle bezüglich seines Verhaltens. Die Begründung für diesen Hass ist schwach bzw. absurd. Es fehlt die übliche Ambivalenz gegenüber dem entfremdeten Elternteil und das Kind besteht darauf, dass die Ablehnung alleine seine Entscheidung war. Daneben unterstützt es stark den bevorzugten Elternteil während juristischer Streitigkeiten. Das Kind eignet sich typische Redewendungen des bevorzugten Elternteils an.

 

Die drei Stufen der Eltern-Kind-Entfremdung

PAS kann schwach, mittel oder stark ausgeprägt sein. Es kommt darauf an, welche der acht Symptome vorliegen und in welcher Schwere sie auftreten. Eine schwache Entfremdung liegt vor, wenn das Kind zwar eine ablehnende Einstellung gegenüber dem getrennt lebenden Elternteil hat, aber dennoch Besuche zulässt. Bei der mittleren Stufe des PAS verspürt der getrennt lebende Elternteil eine größere Abneigung und Besuche werden abgelehnt. Eine schwere Entfremdung liegt dann vor, wenn das Kind alle acht Symptome zeigt. Ferner verweigert es Besuche. Das kann soweit gehen, dass das Kind droht, fortzulaufen oder Selbstmord zu begehen wenn es sich zu Besuchen gezwungen fühlt.

 

Elterliches Entfremdungssyndrom: Wie fühlt sich das Kind?

Für ein Kind können sich erhebliche Schäden ergeben, wenn beim PAS nicht interveniert wird. Gardner empfiehlt, das Kind in besonderen Fällen vom bevorzugten Elternteil zu trennen oder es in einem Heim unterzubringen bzw. das Kind der Obhut des abgelehnten Elternteils zu übergeben. Dafür wurde und wird er kritisiert. Denn ob so ein abrupter Einschnitt dem Kind gut tut, ist eine andere Frage. Einige Psychologen bezeichnen das elterliche Entfremdungssyndrom als eine Form von Kindesmisshandlung bzw. emotionalen Kindesmissbrauch durch den initiierenden Elternteil. Die Identitätsbildung ist massiv gestört und das Kind läuft Gefahr, eine gestörte Selbst- und Fremdwahrnehmung zu entwickeln. Zudem kann es Probleme bei der Vertrauensbildung haben. Die Folge können vielfältige psychische Erkrankungen sein, zu denen es auch noch im Erwachsenenalter kommen kann.

 

Hier zeigt sich wieder einmal ganz deutlich, wie problematisch es sein kann, wenn das Kind in die Schusslinie von Trennungsstreitigkeiten gerät und sogar noch instrumentalisiert wird. Auch wenn Sie Ihren Ex-Partner ablehnen oder vielleicht sogar hassen, sollten Sie den Umgang fördern und Ihrem Kind die Chance geben, seine Mama oder seinen Papa lieben zu dürfen. Ihre Partnerschaftsstreitigkeiten haben Sie zwar getrennt, aber die Liebe zum Kind wird Sie stets verbinden.

 

Wir halten es für wichtig, dass involvierte Eltern darauf angesprochen werden; auch auf ihre diesbezügliche Verantwortung. Allenfalls ist eine Kontaktaufnahme mit dem Amt für Soziale Dienste sinnvoll. (Siehe Kindeswohlgefährdung)

 

 

 

Buchtipp

Das Parental Alienation Syndrom (PAS): Eltern - Kind - Entfremdung in Trennungssituationen

2010, Kerstin Mettig

 

Quellen

PAS – das elterliche Entfremdungssyndrom
Humanes Recht

Dating-Portale

In letzter Zeit habe ich mich auf Internetseiten für Kontakte mit Frauen umgeschaut. Letzthin war ich auf ... (Name gelöscht) und war positiv überrascht, nicht gleich meine Kreditkarte angeben zu müssen. Ich konnte kostenlos einen Account erstellen. Ich gab eine meiner Emailadressen an und schon am nächsten Tag erhielt ich Angebote von jungen Frauen. Sogar jünger als mein eingegebener Altersbereich und mit Foto! Tolle Überraschung.

Eine schrieb mir, sie wolle erst ein Cam-Date (Kontakt via Computer-Kamera), eine andere bot mir Sex gegen TG. Heisst wohl Taschengeld?

Ich selbst habe überhaupt noch kein Foto vor mir gepostet und dann diese Antworten. Ist das seriös? Was haltet ihr davon?

Wir haben uns aufgrund deiner Anfrage genauer mit verschiedenen Portalen befasst. Geld spielt - wie von dir vermutet - bei allen eine Rolle. Schliesslich wollen sie auch von etwas leben - und zwar möglichst gut. Und hier liegt wohl auch der Haken drin.

Auf allen von uns besuchten Portalen sind mehr Männer gemeldet als Frauen. Jene, die eine Monats- oder Jahrespauschale verlangen, weisen - gemäss eigenen Angaben sowie Berichten - einen höheren Anteil an weiblichen Mitgliedern aus als beispielsweise das von dir angegebene "Gratis-Portal". Diese holen sich ihr Geld erst später bei ihren Kunden (Männern!), wenn diese Chancen erkennen, einen echten Sex-Kontakt herstellen zu können. Damit du als Kunde dies auch machst, erhältst du beispielsweise schnell nach der Anmeldung Anfragen von Frauen. Dabei dürfte es sich jedoch unserer Meinung nach auch um automatisch generierte Anfragen handeln, welche von einer Software gesteuert sind. Sie bewirken, dass du antworten möchtest um Kontakt aufzunehmen und dann braucht es vielfach Punkte, Coins, ... - welche du vorher bei ihnen kaufen musst.

Ein Cam-Chatt birgt auch die Gefahr, dass du heimlich gefilmt wirst und zwar möglichst nackt. Das kann zu Erpressung führen: Von dir wird Geld verlangt, sonst wird der Film veröffentlicht.

 

Also auf jeden Fall: Vorsicht im Internet! Schau dich doch in der reellen Welt um, flirte & sprich an wenn es passt.

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News

Männerfragen & Unterstützung

Am Dienstag, 16. Mai erschien im Liechtensteiner Vaterland ein Interview mit unserem Präsidenten Hansjörg Frick. In Folge erschienen auf Facebook Kommentare sowie Leserbriefe in den Zeitungen. Nachstehend publizieren wir das in den Zeitungen Erschienene.

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Stellungnahme "Frauenhaus"

Heute Freitag dem 13. erschien in den Liechtensteiner Tageszeitungen VATERLAND und VOLKSBLATT unsere Stellungnahme zum Artikel "Frauenhaus (LI) stösst an Kapazitätsgrenzen" vom 11. April im Vaterland. Nachstehend der Text, mit Korrektur im dritten Absatz:

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