Herzlich willkommen!

Der Verein für Männerfragen wurde gegründet, um den Anliegen von Vätern/Männern und deren Familien in Liechtenstein ein grösseres Gewicht zu geben. Im Kontext von Scheidung/Trennung sollen die Interessen aller Betroffenen wieder mehr Berücksichtigung finden, das Pendel zur Mitte hin rücken. Wenn das afrikanische Sprichwort «Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf» stimmt, dann braucht dieses Kind im mindesten beide Elternteile. Dafür setzen wir uns ein - auch mit dieser neuen Homepage.

 

«Ich bin ok, du bist ok» ein Leitsatz aus der Transaktionsanyalse ist auch uns wichtig. Beratung wie auch elterliche Verantwortung hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Entsprechend ziehen wir hier das vertrauliche «Du» dem distanzierten «Sie» vor.

 

Wir wünschen dir, dass sie dir hilfreich ist. Falls etwas fehlt, lass uns dies bitte wissen.

Fragen und Antworten

Neben der Spur, ohne Job, wie weiter?!

Ich bin 53 und nach über 23-jähriger Betriebszugehörigkeit in einem liechtensteinischen Unternehmen aus „betrieblichen“ Gründen gekündigt worden. Seit über einem halben Jahr bin ich auf Jobsuche. Langsam kommen auch in meiner Ehe Spannungen auf. Mir geht es schlecht, ich fühle mich nutzlos und glaube nicht mehr so recht an einen Neuanfang. Könnt ihr mir helfen?

Krisen und unangenehme Veränderungen reissen uns oft aus der Bahn. Selbstzweifel und Unsicherheit sind dann völlig normal. Du solltest aber nicht in dieser Phase steckenbleiben, sondern aktiv nach einer neuen Perspektive suchen. Im Rahmen eines Männercoachings, eines vertraulichen Gesprächs von Mann zu Mann, können wir dir helfen, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und neue Wege zu beschreiten. Um mit Max Frisch zu sprechen: „Eine Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihm nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

 

Das erste Gespräch ist für dich kostenlos und unverbindlich. Wir können dann schauen, wie wir weiter arbeiten könnten. Vielleicht kommst du auch zusammen mit deiner Frau?

Freundin schwanger, bin ich der Vater?

Ich (25) war in einer Beziehung, die nur 4 Monate gedauert hat. Meine ex-Freundin sagt, sie sei schwanger von mir. Sie fordert mich auf, die Vaterschaft anzuerkennen und Unterhalt zu zahlen. Da ich nicht sicher bin, ob ich wirklich der Vater bin, möchte ich diese Frage vorher geklärt haben. Wie soll ich am besten vorgehen?

Nach dem Gesetz wird derjenige als Vater vermutet, wer mit der Mutter in der Zeit zwischen dem 300. und 180. Tag vor der Geburt Verkehr hatte. Diese Vermutung kann einerseits durch einen Vaterschaftstest widerlegt oder durch den Beweis entkräftet werden, dass die Vaterschaft eines anderen Mannes wahrscheinlicher ist. Ratsam ist, das Gespräch mit der Mutter zu suchen, um gemeinsam einen Vaterschaftstest durchführen zu lassen. Ist sie nicht damit einverstanden, solltest du zuwarten. Sie könnte dann (als gesetzliche Vertreterin des Kindes) auf Feststellung der Vaterschaft vor Gericht klagen.

Sind die Prozentzahlen beim Unterhalt gesetzlich festgeschrieben?

Im Zusammenhang mit den Unterhaltszahlungen (Ehegattin & Kinder) werden überall diese Prozentzahlen verwendet. Sind die gesetzlich festgeschrieben? Ich habe nichts gefunden.

Nein, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben. Sie haben sich in der Praxis entwickelt und stellen zumeist eine gute Versorgung der Mutter und Kinder dar. Für den Vater ist die Zahlung der entsprechenden Beträge nicht selten schwierig, da es ihn an die Existenzgrenzen bringen kann. Die Ehegatten können auch ausserhalb dieser Prozentzahlen eine Einigkeit treffen.

Traditionelles Betreuungsmodell oder Wechselmodell?

Ich stehe kurz vor der Scheidung, wir haben 2 Kinder (3 und 8 Jahre alt). Mit meiner Frau diskutiere ich noch, ob wir uns bei der Betreuung auf ein Wechselmodell (im wöchentlichen Wechsel) oder auf ein normales Modell festlegen sollen. Wichtig ist uns natürlich, dass sich die Kinder dabei wohlfühlen. Welches Betreuungsmodell ist für die Kinder besser?

Grundsätzlich habt ihr einen weiten Gestaltungsspielraum, keines der Modelle weist nur Vorteile oder Nachteile auf. Beim Wechselmodell bleiben beide Elternteile in etwa gleich stark in der Aufgabenteilung  für ihre Kinder. Dass enge Eltern-Kind-Beziehungen zwischen den Kindern und beiden Elternteilen aufrechterhalten werden und die Eltern im Vergleich zu alleinerziehenden Elternteilen entlastet werden, spricht  vor allem für das Wechselmodell.

Andererseits gibt es für die Kinder dann keinen eindeutigen Lebensmittelpunkt mehr, was eher für ein Modell mit überwiegender Betreuung durch ein Elternteil spricht. Optimal wäre, wenn das bisherige gewohnte Umfeld auch bei einem wöchentlichen Wechsel erhalten bleibt (Grosseltern, Kindergarten, Schule etc.) oder in kurzer Distanz erreichbar ist. Die Kinder sollten mit zunehmendem Alter über die eigene Zeit bestimmen können. Als Eltern müsst ihr ein hohes Mass an Kooperationsbereitschaft und Flexibilität aufbringen, damit das Modell funktioniert. Erfahrungen aus dem In- und Ausland haben gezeigt, dass die Kinder mit der Betreuung im Wechselmodell gut zurechtkommen.

Kompliment, dass sich eure Kinder wohlfühlen dürfen und ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigt werden.

Alleinige Obsorge: Kann sie alles entscheiden?

Meine ex-Frau hat das alleinige Sorgerecht für unseren 6-jährigen Sohn. Kann ich in bestimmten Fällen dennoch mitentscheiden oder trifft sie sämtliche Entscheidungen allein?

Der nicht sorgeberechtigte Elternteil hat ein Informations- und Äusserungsrecht. Deine ex-Frau hat dich über alle wichtigen Angelegenheiten und Entwicklungen deines Kindes frühzeitig zu informieren (zB. Schul- oder Wohnortswechsel, Krankheiten, Vermögensangelegenheiten). Allerdings kannst du für den Zeitraum, in welchem euer Sohn bei sich bei dir befindet, alltägliche Entscheidungen ohne Mitwirken der Mutter treffen (Ernährung, Ruhezeiten, ...) Weiters kannst du in Notfällen entscheiden, etwa wenn das Kind dringend ärztlich behandelt werden muss. Bitte informiere die Mutter in solchen Fällen unverzüglich.

Wegzug mit dem Kind ins Ausland!

Meine Frau und ich möchten uns scheiden lassen. Da sie Schweizerin ist, hat sie die Absicht, wieder in ihre Heimat zu ziehen, allerdings nicht in Grenznähe. Dadurch kann ich mein Kind voraussichtlich weniger sehen. Kann sie dies ohne meine Zustimmung tun und das Kind am neuen Wohnort anmelden?

Grundsätzlich: Nein. Es sei denn, es gibt eine entsprechende Gerichtsentscheidung oder deine ausdrückliche Zustimmung. Die Praxis in der Schweiz ist, was die Meldung betrifft, uneinheitlich.

In manchen Kantonen wrid durch Formulare geprüft, ob der andere Elternteil seine Zustimmung erteilt hat. Ist dem nicht so, erhält das Kind keine Wohnsitzberechtigung und behält seinen ursprünglichen Wohnsitz in Liechtenstein. Andernorts in der Schweiz prüft die Wegzugsgemeinde, ob der andere Elternteil dem Wohnsitzwechsel zustimmt.

Generell ist im Konfliktfall bei beabsichtigtem Wegzug ins Ausland zu empfehlen, bei der Einwohnerkontrolle/Meldebhörde des jeweiligen neuen Wohnortes die Frage abzuklären.

Sind die Prozentzahlen beim Kindesunterhalt gesetzlich?

Im Zusammenhang mit den Unterhaltszahlungen (Ehegattin & Kinder) werden überall diese Prozentzahlen verwendet. Sind die gesetzlich festgeschrieben? Ich habe nichts gefunden.

Nein, sie sind gesetzlich nicht festgeschrieben. Sie haben sich in der Praxis entwickelt und stellen zumeist eine gute Versorgung der Mutter und Kinder dar. Für den Vater ist die Zahlung der entsprechenden Beträge nicht selten schwierig, da es ihn an die Existenzgrenzen bringen kann. Die Ehegatten können auch ausserhalb dieser Prozentzahlen eine Einigkeit treffen.

News

Der neue VfM-Flyer

Unser neuer Flyer befindet sich in der Endphase der Entstehung. Optisch lehnt er sich an unser neues Erscheinungsbild an. Inhaltlich vermittelt er die Dienstleistungen unserer Fachstelle und lädt zur Unterstützung unseres Vereins ein. Auf unseren Aufruf im letzten Newsletter haben wir einige Rückmeldungen erhalten und sie umgesetzt. Schau dir hier den neuen Entwurf an an und gib uns Rückmeldung:

weiter

Istanbul-Konvention

Der liechtensteinische Botschafter beim Europarat in Strassburg, Daniel Ospelt, hat am 10. November 2016 die Europaratskonvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt, die sogenannte Istanbul-Konvention, unterzeichnet. 5 Jahre und 5 Tage nach Inkrafttreten. Eine wichtige und verbindliche Unterschrift - für Frauen, Kinder und ... uns Männer.

weiter

Newsletter an-/abmelden


Verein für Männerfragen Gewinner 2015 Chancengleichheitspreis der Regierung des Fürstentums Liechtenstein


Männerfragen wird unterstützt von

neuland visuelle gestaltung

li-life edv+internet

CREaKTIV Balzers