Herzlich willkommen!

Der Verein für Männerfragen wurde gegründet, um den Anliegen von Vätern/Männern und deren Familien in Liechtenstein ein grösseres Gewicht zu geben. Im Kontext von Scheidung/Trennung sollen die Interessen aller Betroffenen wieder mehr Berücksichtigung finden, das Pendel zur Mitte hin rücken. Wenn das afrikanische Sprichwort «Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf» stimmt, dann braucht dieses Kind im mindesten beide Elternteile. Dafür setzen wir uns ein - auch mit dieser neuen Homepage.

 

«Ich bin ok, du bist ok» ein Leitsatz aus der Transaktionsanyalse ist auch uns wichtig. Beratung wie auch elterliche Verantwortung hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Entsprechend ziehen wir hier das vertrauliche «Du» dem distanzierten «Sie» vor.

 

Wir wünschen dir, dass sie dir hilfreich ist. Falls etwas fehlt, lass uns dies bitte wissen.

Fragen und Antworten

Was ist aufzuteilen bei Scheidung?

Währen der Ehe haben wir auf meinem Grundstück ein Haus errichtet, das mit Hypotheken von CHF 400'000.-- belastet war. Ausserdem besteht unser Vermögen aus zwei Sparkonten und zwei Autos. Das Haus soll in meinem Eigentum bleiben. Was ist nun im Rahmen der Scheidung aufzuteilen?

Der Aufteilung unterliegen jene Vermögenswerte, die die Ehepartner während aufrechter Ehe geschaffen haben. Dabei muss es sich um einen Wertzuwachs im Vermögen eines der Ehegatten handeln. Kriterium des Wertzuwachses ist jedenfalls der objektive Wert (Verkehrswert) des Hauses, nach Abzug der noch darauf haftenden Hypotheken. Die Sparkonti sowie die Autos können jeweils einer Seite zugewiesen werden, so dass sich auf beiden Seiten Vermögenswerte gegenüberstehen. Die Differenz soll so aufgeteilt werden, dass eine Ausgleichszahlung zu leisten ist: Die Rechtssprechung betont dabei, dass eine solche nicht mathematisch genau berechnet werden sollte, sondern unter Billigkeitsaspekten mit einem Pauschalbetrag zu bemessen ist.

Schliesslich sei noch erwähnt, dass eine Aufteilung des ehelichen Vermögenszuwachses im Scheidungsverfahren nur dann stattfindet, wenn eine Seite die Aufteilung erfordert.

Dating-Portale

In letzter Zeit habe ich mich auf Internetseiten für Kontakte mit Frauen umgeschaut. Letzthin war ich auf ... (Name gelöscht) und war positiv überrascht, nicht gleich meine Kreditkarte angeben zu müssen. Ich konnte kostenlos einen Account erstellen. Ich gab eine meiner Emailadressen an und schon am nächsten Tag erhielt ich Angebote von jungen Frauen. Sogar jünger als mein eingegebener Altersbereich und mit Foto! Tolle Überraschung.

Eine schrieb mir, sie wolle erst ein Cam-Date (Kontakt via Computer-Kamera), eine andere bot mir Sex gegen TG. Heisst wohl Taschengeld?

Ich selbst habe überhaupt noch kein Foto vor mir gepostet und dann diese Antworten. Ist das seriös? Was haltet ihr davon?

Wir haben uns aufgrund deiner Anfrage genauer mit verschiedenen Portalen befasst. Geld spielt - wie von dir vermutet - bei allen eine Rolle. Schliesslich wollen sie auch von etwas leben - und zwar möglichst gut. Und hier liegt wohl auch der Haken drin.

Auf allen von uns besuchten Portalen sind mehr Männer gemeldet als Frauen. Jene, die eine Monats- oder Jahrespauschale verlangen, weisen - gemäss eigenen Angaben sowie Berichten - einen höheren Anteil an weiblichen Mitgliedern aus als beispielsweise das von dir angegebene "Gratis-Portal". Diese holen sich ihr Geld erst später bei ihren Kunden (Männern!), wenn diese Chancen erkennen, einen echten Sex-Kontakt herstellen zu können. Damit du als Kunde dies auch machst, erhältst du beispielsweise schnell nach der Anmeldung Anfragen von Frauen. Dabei dürfte es sich jedoch unserer Meinung nach auch um automatisch generierte Anfragen handeln, welche von einer Software gesteuert sind. Sie bewirken, dass du antworten möchtest um Kontakt aufzunehmen und dann braucht es vielfach Punkte, Coins, ... - welche du vorher bei ihnen kaufen musst.

Ein Cam-Chatt birgt auch die Gefahr, dass du heimlich gefilmt wirst und zwar möglichst nackt. Das kann zu Erpressung führen: Von dir wird Geld verlangt, sonst wird der Film veröffentlicht.

 

Also auf jeden Fall: Vorsicht im Internet! Schau dich doch in der reellen Welt um, flirte & sprich an wenn es passt.

Welche Bedeutung haben Grosseltern für ihre Enkel bei Trennung der Eltern?

Mein Mann und ich wollen uns trennen. Wir selbst wohnen im Lande und bleiben auch hier. Unsere Eltern wohnen je cirka 50km entfernt in der Schweiz bzw. im Vorarlberg.

Unsere beiden Kinder, sechs und acht Jahre alt, werden vier Tage die Woche bei mir sein und drei bei ihrem Vater. Bisher waren sie jedes erste Wochenende im Monat bei ihren Grosseltern. an den ungeraden Monaten bei meinen Eltern in der Schweiz, bei den geraden bei jenen ihres Vaters. Das gab auch uns Eltern etwas Zeit für uns, leider aber wohl nicht ausreichend. Na ja, das ist ein anderes Thema.

 

Im Moment ist die Kommunikation zwischen meinem Mann und mir eher schwierig. Wir möchten aber beide, dass unsere Kinder den Kontakt zu ihren Grosseltern behalten. Unsere Fragen an euch:

 

Wie machen wir das am besten?

Welche Bedeutung haben Grosseltern für ihre Enkel bei Trennung der Eltern?

Vielen Dank für eure Sorgsamkeit im Umgang mit euren Kindern und Eltern bei eurer Trennung als Paar sowie die wirklich spannende Frage an uns.

 

Zu a) Ihr macht das am besten, indem ihr den bisherigen Weg der Sorgsamkeit & Achtsamkeit so weiter geht. Auch wenn die Kommunikation als Paar derzeit schwierig ist, es lohnt sich dranzubleiben und den gemeinsamen Fokus immer wieder auf das Kindeswohl zu richten. Überlasst das erste Wochenende im Monat also weiterhin den Grosseltern. Gerade in der jetzigen Zeit wird das euch allen helfen. Wichtig scheint uns, dass ihr euch beim Bringen und holen der Kinder Zeit für diese und eure Eltern nehmt, wichtiges austauscht und immer im Bewusstsein behaltet „Zusammen schaffen wir das!“

 

Zu b) Grosseltern sind wichtig für ihre Enkel … und umgekehrt; gerade in der Phase der Elterntrennung.  In den ersten Jahren wird die Basis für die Beziehung zwischen Großeltern und Enkeln gelegt. In dieser Phase sind Oma und Opa meist vertraute Bezugspersonen. Dies ist für eure Kinder der Fall, schön!

 

 

 

Quellen

Großeltern und Enkel: Was für eine gute Beziehung wichtig ist

Meine ex-Frau lebt mit einem neuen Partner zusammen, muss ich weiterhin zahlen?

Ich habe gehört, dass bei einer Wiederverheiratung die Unterhaltspflicht für die ex-Frau entfällt. Meine wohnt mit unserer gemeinsamen Tochter seit wenigen Monaten bei ihrem neuen Partner. Muss ich in diesem Fall weiterhin den vom Gericht festgelegten Unterhalt zahlen, und wenn nicht, kann ich sofort meine Zahlungen einstellen ?

Bei einer neuen Lebensgemeinschaft erlischt der Unterhalt nicht automatisch wie bei einer Wiederverheiratung. Die Juristen sagen, der Unterhalt „ruht“ und zwar solange, wie die Lebensgemeinschaft besteht. Ob eine Lebensgemeinschaft besteht, ist stets nach den konkreten Umständen zu beurteilen. Wenn die Absicht besteht, die neue Partnerschaft auf Dauer zu führen (eventuell später zu heiraten); die Partner Tisch und Bett teilen und sich auch finanziell unterstützen, ist eine Lebensgemeinschaft anzunehmen. Dann könntest du den Unterhalt sofort stoppen und bei Uneinigkeit den Rechtsweg beschreiten.

Was du auf jeden Fall schon heute machen kannst, ist mit deiner ex-Frau zu sprechen. Stehst du beispielsweise in einem finanziellen Engpass und sie erfährt das, willigt sie vielleicht auch so ein. Ihr könnt beispielsweise auch vereinbaren, dass du die Unterhaltszahlung wieder erhöhst, sollten sie sich wieder trennen.

Traditionelles Betreuungsmodell oder Wechselmodell?

Ich stehe kurz vor der Scheidung, wir haben 2 Kinder (3 und 8 Jahre alt). Mit meiner Frau diskutiere ich noch, ob wir uns bei der Betreuung auf ein Wechselmodell (im wöchentlichen Wechsel) oder auf ein normales Modell festlegen sollen. Wichtig ist uns natürlich, dass sich die Kinder dabei wohlfühlen. Welches Betreuungsmodell ist für die Kinder besser?

Grundsätzlich habt ihr einen weiten Gestaltungsspielraum, keines der Modelle weist nur Vorteile oder Nachteile auf. Beim Wechselmodell bleiben beide Elternteile in etwa gleich stark in der Aufgabenteilung  für ihre Kinder. Dass enge Eltern-Kind-Beziehungen zwischen den Kindern und beiden Elternteilen aufrechterhalten werden und die Eltern im Vergleich zu alleinerziehenden Elternteilen entlastet werden, spricht  vor allem für das Wechselmodell.

Andererseits gibt es für die Kinder dann keinen eindeutigen Lebensmittelpunkt mehr, was eher für ein Modell mit überwiegender Betreuung durch ein Elternteil spricht. Optimal wäre, wenn das bisherige gewohnte Umfeld auch bei einem wöchentlichen Wechsel erhalten bleibt (Grosseltern, Kindergarten, Schule etc.) oder in kurzer Distanz erreichbar ist. Die Kinder sollten mit zunehmendem Alter über die eigene Zeit bestimmen können. Als Eltern müsst ihr ein hohes Mass an Kooperationsbereitschaft und Flexibilität aufbringen, damit das Modell funktioniert. Erfahrungen aus dem In- und Ausland haben gezeigt, dass die Kinder mit der Betreuung im Wechselmodell gut zurechtkommen.

Kompliment, dass sich eure Kinder wohlfühlen dürfen und ihre Bedürfnisse und Wünsche berücksichtigt werden.

Freundin zieht aus gemeinsamer Wohnung; wer bezahlt die Miete?

Ich habe mit meiner Freundin gemeinsam in einer 3-Zimmer-Wohnung gelebt. Der Mietvertrag war auf 3 Jahre befristet und  läuft auf mich. Nun hat sich meine Freundin von mir getrennt und ist ausgezogen. Ich müsste noch 9 Monate Miete zahlen bis zum Vertragsende ? Muss ich alleine dafür gerade stehen?

Da kein gemeinsamer (Haupt-) Mietvertrag vorliegt, haftest du alleine für die Restmiete gegenüber dem Vermieter. Anders wäre der Fall, wenn ihr gemeinsam die Wohnung gemietet hättet, dann haftet ihr zusammen (solidarisch) für die Bezahlung des Mietzinses. Aber auch in diesem Fall kann sich der Vermieter allein an dich halten.

 

Geht man davon aus, dass deine Freundin sich bisher an den Kosten der Miete beteiligt hat, liegt ein Untermietverhältnis vor. Dies berechtigt dich, im Innenverhältnis von ihr die Hälfte oder den vereinbarten Anteil  bis zur Beendigung des Mietvertrages einzufordern.

Ex-Partnerin lässt den Kontakt zum Kind nicht zu

Meine ex-Partnerin – wir waren nicht verheiratet – ist seit einem Jahr in die Schweiz gezogen und hat das alleinige Sorgerecht für unseren 2-jährigen Sohn. Leider verweigert sie eine schriftliche fixe Kontaktregelung und lässt mich den Kleinen nur hin und wieder sehen. Einen Besuch bei mir in unserer früheren Wohnung lehnt sie komplett ab, da es das Kind nur „irritieren“ würde. Was kann ich in diesem Fall tun?

Das Kind braucht für seine natürliche Entwicklung beide Elternteile. Das Kontaktrecht ist ein Grundrecht der Eltern-Kind-Beziehung. Wo es nicht ausgeübt wird bzw. nicht werden kann, wird es früher oder später zu einer Entfremdung führen. Die blosse Befürchtung einer Irritation reicht nicht aus, um den Kontakt zu versagen. Sollte sie in diesem Punkt dir als Vater nicht entgegenkommen, solltest du die zuständigen Behörden einschalten (die Gerichte, in der Schweiz ist in solchen Fällen eine spezielle Kinderschutzbehörde, das KESB zuständig).

News

LIEWO-Artikel

Die LIEWO befasste sich in ihrer Ausgabe vom 11. Juni 2017 mit der Rolle des Vaters und damit verbundenen Herausforderungen. Hannes Hausbichler und Hansjörg Frick nahmen Stellung. Nachzulesen unter www.liewo.li sowie untenstehend.

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Mitgliederversammlung 2017

Die nächste Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, 22. Juni 2017 statt.

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